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Vertrauen

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Hallo ihr Lieben
Vertrauen. Alle wollen von ihrem Pferd, dass es ihnen vertraut. Aber vertraut man dann auch automatisch dem Pferd? Ist Vertrauen nur dann möglich, wenn es auf Gegenseitigkeit beruht oder kann auch nur das Pferd vertrauen und der Mensch nicht? Was genau ist überhaupt Vertrauen?
Vertrauen ist in psychologisch-persönlichkeitstheoretischer Perspektive definiert als subjektive Überzeugung von der (oder auch als Gefühl für oder Glaube an die) Richtigkeit, Wahrheit bzw. Redlichkeit von Personen, von Handlungen, Einsichten und Aussagen eines anderen oder von sich selbst (Selbstvertrauen). Zum Vertrauen gehört auch die Überzeugung der Möglichkeit von Handlungen und der Fähigkeit zu Handlungen. Man spricht dann eher von Zutrauen. Als das Gegenteil des Vertrauens gilt das Misstrauen.“
Was genau heißt das nun? Nehmen wir das Zitat doch mal auseinander.
“subjektive Überzeugung von der Richtigkeit, Wahrheit oder Redlichkeit von Personen, Handlungen, Einsichten und Aussagen eines anderen oder von sich selbst“

Das heißt, dass man selber davon überzeugt ist, dass eine Handlung, eine Sache richtig ist, oder aber dass der Mensch, der gewisse Entscheidungen trifft und Dinge sagt, recht hat und glaubwürdig ist. Man vertraut also auf diesen Menschen und glaubt ihm auch. Ist man nun von einer Sache oder einer Handlung überzeugt, vertraut man auf die positive Wirkung. Sei es nun ein Erfolgserlebnis oder ein kurzer Glücksmoment. Natürlich kann man auch an sich selber glauben und sich selbst vertrauen, wenn man genau weiß, dass man etwas gut kann und es klappen wird.
“zum Vertrauen gehört auch die Überzeugung der Möglichkeit von Handlungen und der Fähigkeit zu Handlungen

Kurz gesagt heißt dieser Satz, dass man in gewissen Situationen handeln kann und auch eine Möglichkeit sieht um zu handeln. Man kann dieser Situation also entgegen treten und sie bewältigen.
Und was genau hat das ganze jetzt mit dem Reiten zu tun? Wofür braucht man nun Vertrauen?
Vertrauen braucht man oft im Umgang mit dem Pferd. Schon bei den kleinsten Dingen braucht man Vertrauen ins Pferd und auch in sich selbst. Nicht mal nur in Stresssituationen, sondern schon bei den kleinsten Dingen. Man muss sich selbst schon vertrauen und sich selbst zutrauen ein Pferd auch nur zu führen. Viele Anfänger nehmen zwar das Pferd und gehen auch ein paar Schritte mit ihm, aber es ist sehr unsicher und wackelig. Warum? Weil sie sich selbst nicht zutrauen so ein großes, starkes Tier zu führen. Dazu kommt das Misstrauen gegenüber dem Pferd gepaart mit der Unwissenheit. Oftmals treten Fragen auf wie: „Warum sollte es brav neben mir herlaufen und sich nicht einfach losreißen?“ „Rennt er nicht eh nur dahin wo er eben gerad hinwill?“ Bis man selbst sicher ist, dass das Pferd dorthin geht wo man selbst hinmöchte dauert es ein bisschen. Und bis man dann mit der Situation umgehen kann, wo es eben nicht dorthin geht, wo man hinmöchte und man sich dann mit dem Tier auseinander setzen muss, dauert es noch länger und man braucht Selbstvertrauen und Erfahrung dazu. Auch beim Reiten kommt man ab und zu an den Punkt, wo man sich selbst und dem Pferd vertrauen muss und an den nicht nur Anfänger kommen. Jeder kann sich bestimmt an eine Situation erinnern, wo er die Zähne zusammen beißen musste um sie zu meistern oder wo er einfach noch Zeit brauchte. Sei es der erste Sprung, das erste mal galoppieren, das erste Mal ohne Sattel etc. Aber je besser man sich und das Pferd kennt, desto leichter fällt es einem über seinen eigenen Schatten zu springen.
Ich reite mit Robinho leidenschaftlich gerne ohne Sattel und Trense. Manchmal mit Halsring, manchmal genieße ich es aber auch einfach ohne alles zu reiten. Ohne Sattel habe ich früh angefangen zu reiten. Da hatte ich ihn auch noch gar nicht so lange, aber da kam der Sattel immer zum Trockenreiten runter. Irgendwann bin ich dann mit Halfter und 2 Stricken geritten, aber erstmal mit Sattel und als das dann ging, ohne Sattel, aber mit Halfter und den Stricken. Irgendwann nur noch mit einem Strick und irgendwann war ich dann soweit auch das Halfter weg zu lassen. Es war auch keine Überwindung für mich, da ich ja eine gute Vorarbeit geleistet hatte. So konnte ich einfach alles abschnallen und mich relativ ruhig aufs Pferdchen schwingen. Natürlich war es erst komisch, dass die Lenkung deutlich schlechter funktioniere und auch die Bremse war etwas schwammig, aber nach und nach hat Robinho gelernt, dass es nicht schlimm ist, wenn ich ohne alles auf ihm sitze und ich habe gelernt, wie er die Signale zum durchparieren gerne hätte. Wir haben uns sehr aufeinander eingeschossen, sodass ich heute gar keine Angst mehr habe, weil ich ihm vertrauen kann und ihn kenne und weil ich mir vertraue. Ich weiß, dass wir das beide können und kennen.
Wie genau ist dieses Vertrauen zwischen dir und deinem Pferd denn entstanden und gewachsen?
Das ist eine gute Frage und vielleicht steht da auch jeder anders zu, aber ich kann sagen, dass Robinho und ich so ein starkes Vertrauen aufgebaut haben durch alles, was schief lief. Dadurch habe ich mein Pferd gut kennen gelernt. Ich weiß wovor er Angst hat, was ihm gefällt und was er nicht mag und kann mich somit auf viele Dinge schonmal vorbereiten. Mich wundert es im Gelände nicht wenn er sich erschreckt, denn meistens weiß ich genau wovor er sich erschreckt hat. Ich kann mich aber auch darauf verlassen, dass er sich in der heimischen Halle durch nichts aus der Ruhe bringen lässt solange ich dabei bin. Er vertraut mir und bleibt deswegen ruhig und ich bringe ihm auch Vertrauen entgegen.
In jedem Fall kann man sagen, dass sich vertrauen nicht erzwingen lässt und es mit der Zeit stärker und stärker wird. Man muss meiner Meinung nach aber auch dem Pferd Vertrauen entgegen bringen, denn auch ein Pferd wächst mit seinen Aufgaben. Natürlich darf man nicht alles dem Pferd überlassen, denn wie soll das Pferd einem vertrauen, wenn man immer sagt: „Ach komm, mach du mal“ Die gesunde Mischung macht es aus, wobei man aber auch immer gucken muss, was für ein Typ Pferd man vor sich hat. Von Natur aus selbstbewusste Pferde, wie Robinho, kommen besser damit klar, dass man ihnen manches zutraut, wohingegen unsichere und schüchterne Pferde mehr Stütze brauchen bis sie dem Menschen vertrauen können. Als Mensch sollte man sich also überlegen ob man vom Typ her zum Pferd passt und ob man in der Lage ist dem Pferd gerecht zu werden. Aber so an sich finde ich, dass jedes Päärchen in der Lage ist eine Vertrauensbasis zu schaffen und auf diese dann aufzubauen.
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20.11.14 17:56
 
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